Traurig und befreit zugleich

Von Marina Knopf, Elfie Mayer und Elsbeth Meyer
Familienplanungszentrum Hamburg, www.familienplanungszentrum.de
Rororo Sachbuch, 141 Seiten, ISBN 3-499-19953-X
(derzeit vergriffen), Download von www.mifegyne.com

Teil I: Die Ergebnisse der Studie

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Die Folgen
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Sexualität und Verhütung
Viele Frauen schilderten, daß sie in der ersten Zeit nach dem Schwangerschaftsabbruch große Angst hatten, erneut schwanger zu werden.
So überdachten fast alle Frauen ihr Verhütungsverhalten oder änderten dieses, da sie darin verunsichert worden waren. In den Gesprächen wurden Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhütungsmitteln und deren Unzulänglichkeiten sichtbar, da immerhin mehr als die Hälfte der Frauen verhü-tet hatte, als sie schwanger wurde. Das bedeutet, daß eine häufig beschlossene Verbesserung des Verhütungsverhaltens oft nur kurzfristig ist, da sie bereits an den unzureichenden Möglichkeiten scheitern muß.
Eine Frau war mit Spirale schwanger geworden, hatte nach dem Abbruch mit ihrem Mann lange über eine Sterilisation diskutiert und war inzwischen zur Benutzung von Kondomen übergegangen. Eine andere berichtete von ihrer Reise durch den "Verhütungsdschungel". Früher hatte sie bereits ein Dia-phragma benutzt; nach dem Abbruch nahm sie kurz die Pille, die sie aber nicht vertrug, dachte erneut ein Diaphragma, entschied sich aber zusammen mit ihrem Freund für Kondome. Inzwischen sagt sie, sie hoffe, die nächste Schwangerschaft austragen zu können.
Eine Frau, die bereits vor dem Schwangerschaftsabbruch Geschlechtsverkehr für sich nicht als befriedigend erlebt hatte und Verhütungsmittel als unangenehm empfand, konzentrierte sich jetzt mit ihrem Freund auf andere Praktiken, die eine Schwangerschaft ausschließen. Der Abbruch hatte sie darin bestärkt. Bei den meisten jedoch hat sich die Sexualität, abgesehen von den Irritationen durch die Verhütung, offensichtlich nicht geändert. Nur wenige berichten von negativen Veränderungen. Eine mit dem Schwanger-schaftsabbruch in Verbindung stehende Partnerkrise führt häufig zu sexueller Unlust bzw. körperlicher Ablehnung des Partners. Meistens lösen sich diese sexuellen Probleme mit der Lösung des Partnerkonflikts ebenfalls auf. Eine Frau, die ein Jahr nach dem Abbruch von ihrem Partner getrennt war, sagte allerdings, am liebsten wolle sie erst dann wieder Geschlechtsverkehr haben, wenn sie dann mit einem neuen Mann sich auch vorstellen könne, ein Kind zu zeugen. Eine andere Frau empfand zunächst einen inneren Widerstand gegen das Eindringen in ihre Scheide beim Geschlechtsverkehr. Für sie war die letzte Erinnerung das Gefühl von Metall in ihrer Scheide gewesen. Sie sagte, sie habe etwa zwei Monate Zeit für eine Wiederannäherung gebraucht..




































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Inhaltsverzeichnis

Einführung

Das Familienplanungszentrum

Die Ergebnisse anderer Studien über psychische Folgen nach Schwangerschaftsabbruch

Zum Aufbau der Untersuchung

Danksagung

Teil I: Die Ergebnisse der Studie

Teil II: Persönliche Berichte

Chronik des Gesetzgebungsverfahrens in Deutschland
Die gesetzliche Regelung des Schwangerschaftsabbruchs in Deutschland
Rat und Hilfe
Schwangerschaftsabbrüche in Familienplanungzentren
Literatur